Handys für die Natur



1.) Die Aktion allgemein

„Handys für die Havel“ heißt eine bundesweite NABU-Aktion zur umweltgerechten Entsorgung nicht mehr benötigter Mobiltelefone. Der Kooperationspartner Vodafone spendet pro recycletes Handy drei Euro für das Naturschutzprojekt „Renaturierung der Unteren Havel“ in Ostdeutschland.

Über viele Jahre hinweg war das Erscheinungsbild der Havel von der intensiven Nutzung durch die Schifffahrt geprägt. Im Zuge der Ausbau- und Befestigungsarbeiten an den Ufern gingen zahlreiche Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten verloren. Stellvertretend für die Vielzahl der bedrohten Arten steht der Eisvogel, der vom NABU zum "Vogel des Jahres 2009" ausgerufen wurde.
Doch damit ist jetzt Schluss! Gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz und den Bundesländern Sachsen und Brandenburg startete der NABU Deutschland ein Großprojekt zur Renaturierung der Unteren Havel.
Bei den geplanten Maßnahmen geht es vor allem um den Rückbau der Uferbefestigungen, die Wiederherstellung der zerstörten Lebensräume sowie die Verbesserung der Gewässerstrukturgüte, d. h. der strukturellen Vielfalt des Gewässers. Das seit 2005 laufende Projekt wird voraussichtlich im Jahre 2018 abgeschlossen sein. Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr auf der NABU-Homepage
Da der NABU das Renaturierungsprojekt nicht nur fachlich, sondern auch finanziell unterstützt, startete er gemeinsam mit Vodafone die Sammel-Aktion "Handys für die Havel", bei der bislang bereits 30.000 Handys bzw. ein Spendenbetrag von ca. 120.000 Euro zusammengekommen sind. Dennoch gilt: Jedes Handy zählt!


2.) Unsere Aktionen vor Ort

Auch wir als Ortsgruppe beteiligen uns an der Sammlung der Altgeräte. „Das Schöne an der Aktion ist, dass jeder, der sein Handy umweltgerecht entsorgt, sich zugleich für ein konkretes Naturschutzprojekt einsetzen kann", erklärt NAJU-Mitglied Ömer Balkaya. Zurzeit können alle Bürger aus dem Frankenberger Land defekte oder nicht mehr benutzte Handys im Naturschutzhaus "Auf der Burg", im Bürgerbüro der Stadtverwaltung sowie in der Burgwald-, Ortenberg- und Edertalschule abgeben, wo spezielle Sammelbehälter aufgestellt wurden.

An den drei genannten Frankenberger Schulen läuft außerdem seit dem 19. Januar ein Handy-Sammelwettbewerb für Schulklassen. Bei diesem Wettbewerb geht es darum, als Klasse so viele nicht mehr genutzte Handys wie möglich zu sammeln und sie in den Schulen abzugeben. Die Handys sollten mit der Klassenbezeichnung gekennzeichnet werden, damit wir sie später zuordnen und den Sieger ermitteln können. Teilnahmeberechtigt sind alle Jahrgangsstufen (5 - 13). Auf die jeweiligen Schulsieger warten attraktive Preise. Also, strengt Euch an und sammelt Handys! Der Wettbewerb läuft noch bis zum 20. März 2009. Ansprechpartner für die Aktion sind Ömer Balkaya (Burgwald- und Ortenbergschule) und Lars Jerrentrup (Edertalschule).
Unser Hauptanliegen ist die Sensibilisierung der Menschen für Recycling auch im Bereich der mobilen Technologie. Jeder sollte sein nicht mehr benötigtes Telefon umweltgerecht entsorgen, damit Schwermetalle und andere Schadstoffe nicht auf der Deponie oder in den Abgasen der Müll-Verbrennungsanlagen landen.
Mittlerweile gibt es 70 Millionen Handy-Nutzer in Deutschland und die Einsatzzeit eines Handys ist kurz: Im Schnitt wird jedes Gerät lediglich 18 bis 24 Monate benutzt und dann durch ein neues ersetzt. Die alten Mobiltelefone verschwinden in den Schubladen - schätzungsweise handelt es sich dabei um 40 bis 50 Millionen Altgeräte, die entsorgt werden müssen. So entstehen jährlich ca. 5000 Tonnen Elektroschrott, die die Umwelt bei nicht sachgerechter Entsorgung gefährden können. Daher lohnt sich das Sammeln im doppelten Sinne: Zum einen wird das Havel-Projekt durch die Vodafone-Spendengelder unterstützt, zum anderen schickt der NABU die gesammelten alten Handys zur umweltgerechten Entsorgung an die Greener Solutions GmbH. Wir halten spezielle Althandy-Umschläge bereit, in die die Geräte verpackt werden.


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