Rinderwahnsinn bei der NAJU
Rotes Höhenvieh beweidet Goldbachtal


In der NAJU Frankenberg ist Rinderwahnsinn ausgebrochen. Dies ist jedoch nicht im negativen Sinne zu verstehen. Ganz im Gegenteil. Die Naturschutzjugend Frankenberg hat zusammen mit dem gemeinnützigen Verein „Freunde des Goldbachtals“, indem sich engagierte Landwirte, Förster und Bürger, eine Rinderherde angeschafft um das Tal naturgerecht und korrekt zu beweiden.
Bei den acht Tieren handelt es sich um die bedrohte Rasse „Rotes Höhenvieh“. Ihren Namen haben die 500 bis 950 kg schweren Tiere von ihrer charakteristischen roten Fellfarbe. Diese Rasse ist besonders robust und widerstandsfähig. Bereits die Kelten haben diese Vorzüge der Art geschätzt. Daher trägt diese Rasse auch den Namen „Keltenvieh“. Um die Rasse zu schützen, hat man die genannten Vorteile der Rasse genutzt. So wird sie heute neben der Mutterhaltung vor allem in der Landschaftspflege eingesetzt.

Auch wir setzten diese fleißigen Helfer im zuletzt genannten Bereich ein. Mit viel Arbeit wurde zunächst das obere Goldbachtal bei Wangershausen von Gestrüpp befreit und es wurden sieben Rinder angeschafft, um eine erneute Überwucherung zu verhindern. Das Goldbachtal besitzt eine sehr artenreiche Flora und Fauna, die es zu schützen gilt, da solche naturnahen Bachtäler zunehmend selten werden. Bereits in diesem Jahr soll die Weidefläche für die Tiere von Aktuell 7 auf 15 Hektar vergrößert werden, indem die bisherige Zaunlänge von über einem Kilometer noch einmal erhöht wird. Somit soll sich das Gebiet weiter Bachabwärts ziehen. Desweiteren soll ein Schuppen als Unterstand für die Rinder gebaut werden. Dieser ist auf lange Sicht sinnvoll, weil die Tiere das ganze Jahr von Januar bis Dezember auf der Weide sind. Da die Wiesen im Goldbachtal größtenteils nicht der NAJU bzw. den „Freunden des Goldbachtals“ gehören, sind wir auf die Mithilfe Dritter, sprich den Grundstücksbesitzern angewiesen. Diese Zusammenarbeit läuft ausgezeichnet und soll ebenfalls noch in diesem Jahr ausgebaut werden.

Bereits im Dezember gab es dann den ersten Nachwuchs. Kälbchen Linus erblickte zum ersten Mal das Tageslicht.